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Seit 50 Jahren quer durch Europa | Reimann Reisen
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reimann reisen 10 - Seit 50 Jahren quer durch Europa

Seit 50 Jahren quer durch Europa

Mit dem Wahrheitsgehalt von Sprichwörtern ist das so eine Sache. Doch die Volksweisheit, dass jeder einmal klein angefangen hat, trifft zumindest im Falle von Reimann Reisen den Nagel auf den Kopf: Mit einem einzigen VW-Bus auf Mietwagenbasis machten sich Hildegard und Dieter Reimann im August 1963 selbstständig. In dieser Woche feiert das Familienunternehmen, das mittlerweile über acht Busse und 17 Mitarbeiter verfügt, nun sein 50-jähriges Jubiläum.

Schulklassen, Sportvereine, Chöre, kirchliche Gemeinschaften, private Gruppen. . . Ungezählte Hohenlimburger sind in diesen fünf Jahrzehnten von Reimann Reisen durch die Lande kutschiert worden. Mal eben nach Hagen oder Iserlohn, mal bis in die entferntesten Winkel Europas.

Nie habe es dabei einen schweren Unfall gegeben, erzählt der heutige Firmenchef Jörg Reimann und klopft dreimal auf den Tisch vor ihm. Überhaupt scheint der 51-Jährige seine Berufswahl nicht bereut zu haben: „Der Job ist besser als arbeiten.“

Heute an der Esserstraße beheimatet, hatte das Unternehmen in den Anfangsjahren seinen Sitz in der Hohenlimburger Innenstadt. Ebenso wie der Volkswagen wurde auch der 1965 gebraucht erworbene Bus der Marke Magirus Deutz außerhalb der Betriebszeiten auf dem Rathausparkplatz abgestellt.

Wenn Vater Dieter Reimann seine Tour beendet hatte, kam Mutter Hildegard zu Fuß mit einem Eimer Wasser und einem Schrubber vom Wohnsitz an der Goethestraße, um das Vehikel optisch wieder auf Vordermann zu bringen. „Der hatte Nirosta-Leisten“, kann sich die Senior-Chefin noch gut an die Ausstattung des alten Busses erinnern: „Da haben wir mit einer Zahnbürste geputzt, um die sauber zu kriegen.“

Während sie zudem die Büroarbeit erledigte, beschränkte sich auch die Tätigkeit des Gatten keineswegs aufs Fahren allein. Machte ein Motor Ärger, nahm der gelernte Schlosser ihn komplett auseinander, tauschte das fehlerhafte Teil aus und setzte ihn wieder zusammen. Da unterschied er sich übrigens nicht von Sohn Jörg, der ebenfalls so manche Reparatur selbst erledigt.

Umzug nach Elsey
Die Firma expandierte Schritt für Schritt, zog 1966 nach Elsey um und erweiterte in der Folgezeit sowohl den Fuhrpark als auch das Streckennetz. 1967 begannen die regelmäßigen Touren zum italienischen Badeort Caorle, in den das Unternehmen laut Jörg Reimann bis zum heutigen Tage „Hohenlimburger ohne Ende“ gefahren hat. 1972 kam der Werksverkehr für C.D. Wälzholz hinzu, 1975 wurde der Container-Komplex an der Esserstraße errichtet. Unter den seinerzeit neun Fahrzeugen befand sich der erste Doppeldeckerbus im Kreis Iserlohn. Damals eine echte Rarität.

1995 ging Dieter Reimann in Rente und Jörg übernahm das Ruder. Die Bezeichnung „Familienbetrieb“ bekam ein weiteres Jahrzehnt später aber noch einmal eine andere Qualität, als nach und nach dessen Söhne Markus, Danny und zeitweilig auch Sascha – die Enkel des Firmengründers – ins Unternehmen einstiegen.

Feiernde Fußballfans
Zwar gehört ein festes Programm mit Tages- und Mehrtagesreisen zum Angebot, doch das wichtigste Standbein bildet nach wie vor der sogenannte Anmietverkehr. Oder, wie es Jörg Reimann so anschaulich formuliert: „Egal, wohin jemand möchte – wir fahren ihn.“

Klar, dass so im Laufe der Zeit nicht nur ungezählte Kilometer, sondern auch jede Menge bleibender Erinnerungen zusammengekommen sind. „Es gab wunderschöne Momente“, erzählt Jörg Reimann, „als Busfahrer bekommst du sehr, sehr viel zu sehen.“

Angesichts dieser Erfahrungen nehmen sich seine beiden Lieblingsziele eher bescheiden aus: „In Deutschland ist es Grömitz, in den Bergen Südtirol.“ Die Schattenseiten des vermeintlichen Traumberufs kennt er aber ebenfalls: „Das Familienleben leidet natürlich. Man ist ja nur selten zu Hause.“

Weitere Stressfaktoren erspart der Chef sich und seinen Mitarbeitern deshalb möglichst. Regelmäßige Spanien-Pendelfahrten, bei denen die Lenkzeit der Fahrer konsequent bis zur letzten Sekunde ausgereizt wird, kommen nicht in Frage. Und der Transport von Fußball-Fanclubs wurde auf ein Minimum reduziert. Zwei Fanclubs, mit denen man stets gute Erfahrungen machte, zählen zur Stammkundschaft, auf weitere verzichtet Reimann inzwischen lieber: „Da gab es welche, die haben im Bus so gefeiert, dass der Fahrer hinterher drei Tage Urlaub brauchte.“

Schritt in die Zukunft
Momentan machen die Reimänner den nächsten Schritt in Richtung Zukunft ihrer Firma: Da sie keinen Mieter für das in den Neunzigern erworbene Objekt mehr fanden, wird das ehemalige Elseyer Stübchen schräg gegenüber dem heutigen Standort nun in Büroräume umgewandelt.

Dort, erläutert der Chef, wolle man möglichst noch in diesem Jahr einziehen und an einem Tag der offenen Tür auf das Firmenjubiläum anstoßen. „Und hoffentlich auch auf die nächsten 50 Jahre.“

Quelle: Michael Schuh für “Der-Westen.de

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